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Archiv: März 2010

Wintergarten richtig heizen

Energiehaushalt im Wintergarten

Niemand braucht sich an sonnigen Tagen große Gedanken um die Beheizung des idyllischen Wintergartens zu machen. Der Wintergarten kann jedoch schnell auskühlen, sobald es etwas trüber wird, oder Regenwetter herrscht. Eine angemessene Beheizung des Wintergartens kann dem vorbeugen. Jedoch kann der Energiebedarf recht kostenintensiv werden, weshalb dieser auf einem Minimum gehalten werden sollte. Zu hohe Energiekosten kann der Gärtner bereits vor der Bepflanzung des Wintergartens vermeiden. Von Anfang an sollten daher nur Pflanzen ausgewählt werden, die auch mit niedrigeren Temperaturen auskommen. Denn bereits ein Grad kann die Heizkosten im Winter in die Höhe schlagen lassen. Des Weiteren lohnt es sich nicht, den gesamten Wintergarten wegen einer tropischen Pflanze zu beheizen, da diese in der Regel lediglich 15 Grad zur Überwinterung benötigt. Eine geringe Beheizung hat auch einen weiteren Vorteil, denn der Schädlingsbefall ist bei einer geringeren Temperatur nicht ganz so ausgeprägt.

Heizkosten im Wintergarten sparen

Es gibt allerdings auch einige weitere Möglichkeiten, Heizkosten im Wintergarten zu sparen. So können auch die Wohnräume des Gärtners zur Überwinterung genutzt werden. Zudem kann rings um die Pflanze herum Luftpolsterfolie angebracht werden und unterhalb kann Styropor vor Kälte schützen, ebenso Vlieshüllen, welche an die Zweige und Blätter angebracht werden. Bei kühlen Temperaturen können die Pflanzen somit trotzdem ausharren.
Die eingefangene Sonnenenergie kann dank unterschiedlicher Speichermedien im Wintergarten sinnvoll genutzt und umgewandelt werden. Wärmespeicherwände oder aber auch Wasserbecken dienen hierzu als Hilfsmittel. Diese Möglichkeit kann bereits beim Bau des Wintergartens einkalkuliert werden. Eine Wärmeschutzverglasung kann zusätzlich Abhilfe schaffen, denn hiermit wird nur geringe Wärme aus dem Wintergarten entweichen. Auch beim Lüften kann auf den Wärmehaushalt geachtet werden. Die Fenster sollten beim Lüften nur kurz geöffnet werden. Ein schneller Luftaustausch findet durch viel Durchzug statt. Die Wärmespeichernden Elemente aus dem Wintergarten kühlen dabei nicht all zu schnell aus.

Für den Wintergarten eignen sich Kübelpflanzen besonders gut. Diese können an sonnigen, warmen Tagen auch im Freien auf der Terrasse oder direkt im Garten stehen. Für nicht winterharte Pflanzen, welche während der warmen Jahreszeit im Garten stehen, bietet sich der Wintergarten als ideales Winterquartier an.


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Gartenarbeiten im Winter

Im Winter ruht die Vegetation weitestgehend und die Arbeiten im Garten sind dementsprechend gering.

Blumenbeete

Die Beete sollten im Herbst bis spätestens Ende November gut auf den Winter vorbereitet worden sein. Sofern noch nicht geschehen, sollten zu Winterbeginn welke Staudenteile abgeschnitten und frostempfindliche Pflanzen gut abgedeckt oder zur Überwinterung in Haus gebracht werden. Bei milden Wintern können unter Umständen bereits die ersten kleinen Spitzen der Frühblüher austreiben. Diese sollten mit Reisig oder ähnlichem Material sorgfältig abgedeckt werden, um sie vor Frost zu schützen. Pflanzen, die vom Schnee flachgedrückt wurden, am besten von diesem befreien und vorsichtig wieder aufrichten. Der beim Räumen der Wege anfallende Schnee kann vorsichtig auf den Beeten verteilt werden und dient als zusätzlicher Frostschutz. -> Winterschutz Stauden und Gehölze

Rasen

Auch für den Rasen kehrt nun nach dem Harken des letzten Herbstlaubes die Winterruhe ein. Da Zierrasen sehr empfindlich ist, sollte dieser im Winter möglichst nicht betreten werden. Aber auch robusterer Sport- und Spielrasen wird es ihnen im nächsten Jahr danken, wenn er im Winter nur selten belastet wird.

Balkon und Terrasse

Die empfindlicheren Kübelpflanzen und Balkonpflanzen sollten bereits im Herbst eingewintert worden sein. Bei sehr strengen Wintern mit anhaltenden starken Frostperioden müssen auch die robusten Pflanzen ins Haus geholt werden. Winterharte Gewächse am besten mit Zweigen oder Schutzfolie abdecken. Sie sollten an frostfreien Tagen ein wenig gegossen werden.
Die nicht winterharten Pflanzen überwintern am besten an einem hellen und kühlen Standort wie einem unbeheizten Treppenhaus oder hellen Keller. Etwas empfindlichere Arten sollten im Wintergarten oder Kleingewächshaus ein Winterquartier finden. Dunkle Keller und Garagen eignen sich hingegen lediglich für laubabwerfende Pflanzen. Die Gewächse sollten je nach Raumtemperatur in der Regel alle 2 Wochen gegossen und regelmäßig auf Schädlinge, Fäulnis und Pilzbefall kontrolliert werden. Auf Dünger kann vollständig verzichtet werden. Bei milden Temperaturen vor allem trockene Räume regelmäßig lüften.

Nutzgarten

Wintergemüse wie Wirsing, Rosenkohl und Porree können noch bis in die kalte Jahreszeit hinein geerntet werden. Ab Mitte Januar kann man im beheizten Gewächshaus mit der Anzucht von Salat, Radieschen und Kohlrabi beginnen.
Abgesehen von den im Gewächshaus angelegten Kräutern, welche das ganze Jahr hindurch geerntet werden können, gibt es zu dieser Jahreszeit im Kräuterbeet nichts zu tun.

Gehölze

Immergrüne Gehölze wie Buchsbaum und Rhododendron müssen auch im Winter bewässert werden, jedoch nur wenn der Boden frostfrei ist. Rosen und andere empfindliche Arten sowie im Herbst frisch gepflanzte Gehölze sollten mit Kiefernzweigen abgedeckt werden, um ein zu frühes Austreiben in milderen Winterperioden zu vermeiden. Um die Obstbäume vor Frostrissen zu schützen, können sie im Dezember mit einem Kalkanstrich versehen werden. Der lichtreflektierende Anstrich verhindert eine zu starke Erwärmung des Holzes durch Sonneneinstrahlung. Junge Bäume in freien Lagen schützt man am besten vor Wildbiss indem man ihnen Manschetten anlegt.
Bei stärken Schneefällen werden Beschädigungen an Bäumen, Hecken und Ästen vermieden, wenn diese rechtzeitig von den Schneemassen befreit werden. Sollte es dennoch zu Bruchstellen gekommen sein, empfiehlt es sich, diese ab Februar bis dicht am Stamm abzuschneiden und mit Baumwachs abzudichten.
An frostfreien Wintertagen können die im Sommer und Herbst blühenden Ziergerhölzer zurückgeschnitten werden. Ebenso die Obstbäume, sofern dies nicht bereits nach der Obsternte geschehen ist.


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Gartenarbeiten im Herbst

Blumenbeete
Der Frühherbst ist wieder Pflanzzeit und man kann Beete anlegen für neue Stauden sowie Knollen und Zwiebeln der Frühblüher, wie Tulpen, Narzissen und Schneeglöckchen. Zweijahrsblumen, wie Stiefmütterchen, Fingerhut und Stockrosen, erhalten nun ihren endgültigen Platz im Blumenbeet. Die einjährigen Sommerblüher sollten nach ihrer Blütezeit entfernt und kompostiert werden, ebenso ab November dann auch die verwelkten Herbstblüher. Alle nicht winterharten Blumenzwiebeln und -knollen, wie Dahlien, Begonien und Gladiolen, werden nach dem Absterben des Laubes ausgegraben und kühl und trocken bis zum nächsten Frühjahr eingelagert.

Rasen
Besonders wichtig im Herbst ist, das gefallene Laub vom Rasen zu entfernen. Eine dichte Laubschicht verhindert die notwendige Sauerstoffzufuhr, ohne die der Rasen nicht atmen kann, und verfault. Der Rasen muss im Herbst in der Regel nicht mehr ganz so häufig gemäht werden. Anfang Oktober kann man noch ein letztes Mal düngen. Und wer jetzt ein zweites Mal zum Vertikutierer greift um Rasenfilz und Moos zu entfernen, bereitet den Rasen gut auf den bevorstehenden Winter vor. Wenn die Saison für das Rasenmähen vorbei ist, in der Regel Ende Oktober, sollte man den Mäher gründlich reinigen und bei Benzinmähern Treibstoff ablassen sowie Öl wechseln.

Balkon und Terrasse
Im Oktober ist es Zeit Balkon und Terrasse zu beräumen. Besonders empfindliche Arten am besten schon im September einwintern, da hier bereits die ersten Nachtfröste drohen können. Es gibt aber auch unempfindlichere Arten, wie Jasmin, Lorbeer und Kamelie, die Fröste bis -10 Grad aushalten. Diese müssen erst ins Haus, wenn der Winter sehr hart wird. Helle Kellerräume oder unbeheizte Treppenhäuser mit Temperaturen von 5 bis 10 Grad sind ideal zum Einwintern. Die Pflanzen können auch in vielen Gärtnereien über Winter eingelagert werden. Dies ist jedoch nur bei sehr wertvollen Pflanzen ratsam, da die fachgerechte „Überwinterung“ oft teurer ist als der Neukaufpreis der Pflanzen. Kübelpflanzen die den Winter über im Freien bleiben, kann man durch Schutzhüllen isolieren.

Nutzgarten
Wurzelgemüse , wie Möhren, Rote Beete und Sellerie sind abzuernten, bevor die ersten starken Fröste Einzug halten. Zum Lagern eignet sich feuchter Sand. Erdbeeren sollten mit Reisig, Laub oder Stroh bedeckt werden, damit sie den Winter unbeschadet überstehen. Winterzwiebeln und andere winterharte Gemüsearten können im Frühbeet oder unter Folie überwintern. Wird Salat oder Spinat im Frühbeet ausgesät, können diese bereits im Frühjahr geerntet werden. In einem beheizten Gewächshaus kann man Radieschen und Spinat im Herbst aussähen und den ganzen Winter über ernten.
Mehrjährige Kräuter können gepflanzt und geteilt werden. Ernten kann man zu dieser Jahreszeit vor allem Meerettich und andere Wurzelkräuter. Frostempfindliche Arten sind vor dem Winter gut abzudecken. Rosmarin verträgt die Kälte beispielsweise nicht und überwintert am besten in einem hellen, kühlen Raum. Im September ist es an der Zeit, die Knoblauchzehen für den nächsten Sommer zu stecken.

Gehölze
Der Herbst ist eine sehr gute Zeit zum Bäume pflanzen. Solange der Boden noch frostfrei ist, können heimische Obstarten, wie Kirschen, Pflaumen, Äpfel, Birnen und auch Beerensträucher gepflanzt werden, ebenso Ziergehölze. Die frisch gepflanzten Gehölze sollten durch eine Abdeckung vor Austrocknung geschützt werden. Bei wärmebedürftigeren Arten empfiehlt es sich bis zum Frühjahr zu warten.
Ist die Witterung frostfrei, lassen sich bei vielen Laubgehölzen Steckhölzer schneiden. Die nach der Ernte beschnittenen Brombeeren und Himbeeren benötigen eine Mulchschicht. Bei Kiwi und Weinrebe empfiehlt es sich, diese in rauen Lagen mit Reisig oder ähnlichen Materialien abzudecken.


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